Welcome!

Microsoft Cloud Authors: Pat Romanski, Liz McMillan, Lori MacVittie, Elizabeth White, Yeshim Deniz

News Feed Item

Studien der GSMA und AHCIET zeigen auf, inwieweit eine niedrigere Besteuerung von Telekommunikationsbetreibern für die Wirtschaft Lateinamerikas vorteilhaft sein könnte

- Hohe Steuern bremsen das Wirtschaftswachstum und erschweren die Verbreitung von mobilen 3G-Breitbanddiensten

LONDON, 10. Dezember 2012 /PRNewswire/ -- Die GSMA und AHCIET veröffentlichten heute die Ergebnisse aus Berichten zu den von Deloitte durchgeführten Studien „Mobile Telephony and Taxation in Latin America" und „Taxation and Telecommunications in Latin America". Aus den Berichten geht hervor, dass eine niedrigere Besteuerung von Telekommunikationsbetreibern für die gesamte lateinamerikanische Wirtschaft vorteilhaft wäre.

Die Studie der GSMA zeigt, dass die Mobilfunkbranche 177 Mrd. USD [1] zu den Wirtschaftsräumen der Länder Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Ekuador, Mexiko, Panama, Peru und Uruguay beigesteuert hat. Dies entspricht 3,5 Prozent des BIP der gesamten Region. Aus der Studie geht überdies hervor, dass einige Länder der Region mit einer hohen mobilfunkspezifischen Besteuerung aufwarten, was die fortlaufende Entwicklung der Mobilfunkbranche und die Verbreitung von innovativen Diensten gefährdet.

„Eine erhöhte Besteuerung der Mobilfunkbranche erschwert die Einführung neuer Dienste wie mobile 3G-Breitbandangebote und M2M-Dienste und steht der Mobilfunknutzung grundsätzlich im Weg", so Tom Philips, der leitende GSMA-Beauftragte für behördliche und regulatorische Angelegenheiten. „Der Mobilfunkbereich leistet einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg. Unsere Beobachtungen haben klar gezeigt, dass eine Senkung der innerländischen mobilfunkspezifischen Besteuerung zu erhöhten Nutzungsraten führt und zudem den Beitrag für die Wirtschaft, die Vorteile für Verbraucher und die Steuereinkünfte der Regierung erhöht."

Den Ergebnissen des 11-Länder-Berichts von AHCIET zufolge sorgt der Betrieb von ICT-Netzen aufgrund von Betreiberinvestitionen und geleisteten Zahlungen an das erweiterte Branchenumfeld in jedem lateinamerikanischen Wirtschaftsraum für steigende Ausgaben, was sich neben den Zahlungen von Verbrauchern für informations- und kommunikationstechnische (ICT) Geräte und Dienste zusätzlich auf das BIP auswirkt. Diese Aktivitäten schaffen Mehrwerte und sorgen dafür, dass das gesamte Ökosystem einen Beitrag zum BIP des jeweiligen Landes leistet.

„Die Steuerlast der ICT-Branche sorgt für Einschränkungen im Hinblick auf Konnektivität und Investitionen, was insbesondere für Geringverdiener von Nachteil ist", so Pablo Bello, der Generalsekretär der AHCIET.

Ökonomische und soziale Bedeutung von Mobilfunktelefonie und ICT

Die Berichte zeigen unabhängig voneinander, dass mobile Konnektivität und ICT-Initiativen zusätzlich zu ihrem Beitrag zum BIP für Menschen in ganz Lateinamerika auch greifbare Vorteile im Hinblick auf Kommunikation, Bildung, Gesundheit und soziale Inklusion mit sich bringen. Darüber hinaus zeigt die GSMA-Studie, dass die Mobilfunkbetreiber der insgesamt neun im Rahmen des Berichts behandelten Länder mehr als 107.000 Menschen beschäftigen. Im erweiterten Umfeld des Mobilfunks sind innerhalb der Region sogar etwa 890.000 Beschäftigte tätig.

Trotz dieser positiven sozioökonomischen Beiträge haben Verbraucher, Mobilfunk- sowie ICT-Betreiber in Lateinamerika eine erhebliche Steuerlast zu tragen. Der Bericht nennt eine Reihe von Fällen, in denen die Mobilfunktelefonie höher besteuert wird als andere Wirtschaftssektoren. So wurde im GSMA-Bericht darauf hingewiesen, dass Brasilien und Kolumbien im Mobilfunkbereich eine höhere Mehrwertsteuer für Verbraucher erheben als in anderen Sektoren. In Brasilien entfällt ein Drittel der Telefongebühren auf Verbrauchsteuern. In Argentinien, Mexiko und Panama fällt zudem eine Luxussteuer für die Mobilfunknutzung an. In Argentinien müssen Verbraucher einen hohen Steuersatz für Handsets entrichten, der die Hälfte der Kosten ausmachen kann, die für ein Mobiltelefon insgesamt anfallen.

Die Auswirkungen einer sektorspezifischen Besteuerung

Aus einer umfangreichen Besteuerung ergeben sich steigende Kosten für den Mobilfunkzugang sowie Einschränkungen hinsichtlich der Verbreitung und Nutzung durch Verbraucher. Neben der Körperschaftsteuer müssen Mobilfunkbetreiber in einigen Ländern auch Lizenzgebühren, Umsatzsteuern und sonstige behördlich vorgeschriebene Gebühren wie beispielsweise Grundsteuern entrichten. Im Jahr 2011 mussten Mobilfunkbetreiber und sonstige Akteure aus dem erweiterten Umfeld des Mobilfunks fast 54 Mrd. USD an Steuern und Abgaben an die nationalen Regierungen Lateinamerikas abführen. Im Vergleich zum Wert von 42 Mrd. USD aus dem Jahr 2008 entspricht dies einer Steigerung von 30 Prozent. Die GSMA-Studie zeigt, dass die Marktdurchdringung und Nutzung von Mobildiensten in Ekuador und Uruguay nach der Streichung von mobilfunkspezifischen Steuern im Jahr 2007 und 2008 dramatisch gestiegen ist. Im Gegensatz dazu wurde in Mexiko und Panama – wo die Steuern kürzlich erhöht wurden – hinsichtlich der Marktdurchdringung und Nutzung ein rückläufiger Trend verzeichnet.

„Entscheidungsträger und Regierungen in ganz Lateinamerika müssen sich des großen Potenzials der Mobilfunkbranche und der nachteiligen Auswirkungen einer übermäßigen Besteuerung bewusst sein", so Philips weiter. „In Brasilien wurde die Steuerlast für M2M-Dienste im Zuge einer kürzlich verabschiedeten Gesetzesänderung reduziert. Derartige Schritte sind für die Branche positiv. Weitere Maßnahmen zur Beseitigung dieser nachteiligen Besteuerung könnten die Entwicklung der Mobilfunkbranche begünstigen und einen Wirtschaftsaufschwung herbeiführen, wovon sowohl Verbraucher als auch Unternehmen profitieren würden."

Bello von AHCIET ergänzte: „Angesichts des erhöhten Entwicklungsbedarfs in Bezug auf mobile Breitband- und ICT-Angebote in Lateinamerika können unterstützende steuerpolitische Maßnahmen ein wirkungsvolles Mittel sein, um die Nachfrage im Mobilfunk- und ICT-Bereich zu erhöhen und Investitionen zu fördern. Daher sollten Regierungen die Kosten für entgangene Vorteile berücksichtigen, wenn sie die Besteuerung von Verbrauchern und Betreibern im Mobilfunk- und ICT-Bereich regeln. Dabei könnten sie auch gezielte Steuersenkungen in Erwägung ziehen, um die Ziele ihrer Breitband-Politik zu erreichen."

Hinweise an die Redaktion:

[1] Die geschätzten Angebots- und Produktivitätsvorteile werden auf 177 Mrd. USD beziffert. Dies entspricht 3,5 Prozent des gewichteten BIP aller neun Länder, die Gegenstand der GSMA-Studie sind.

Methodik:

Öffentlich verfügbare Daten wurden mit Daten von Mobilfunkbetreibern kombiniert und auf Basis von Interviews und Annahmen aus der Wirtschaftsliteratur bewertet, um den direkten und indirekten ökonomischen Wert der mobilen Telekommunikation für das Beschäftigungsniveau und das BIP einzuschätzen. Laut Definition besteht der gesamtwirtschaftliche Nutzen aus folgenden Elementen:

  • Direkte Auswirkung der Mobilfunkbetreiber;
  • Indirekte Auswirkung sonstiger Industrien mit Bezug zu Mobilfunkdiensten;
  • Indirekte Auswirkung zunehmender Produktivitätsverbesserungen für Verbraucher; und
  • Indirekte Auswirkung der qualitativ hochwertigeren sozialen Vorteile für die Bevölkerung, auch „immaterielle Vorteile" genannt.

Die Summe der einzelnen Einflussgrößen ergibt den gesamtwirtschaftlichen Nutzen.

Die Berichte sind hier abrufbar: http://www.gsma.com/tax und www.ahciet.net/index.php/estudios/estudios-ahciet.

Informationen zur GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen von Mobilfunkbetreibern aus aller Welt. In über 220 Ländern vereint die GSMA fast 800 weltweite Mobilfunkbetreiber und mehr als 230 Unternehmen aus dem erweiterten Umfeld des Mobilfunks, darunter Mobilgerätehersteller, Softwareunternehmen, Ausrüstungshersteller und Internetunternehmen sowie Unternehmen aus verschiedensten Branchensektoren wie beispielsweise Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Medien, Transport und Energieversorgung. Die GSMA organisiert außerdem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Weitere Informationen finden Sie auf der GSMA-Verbandswebsite unter www.gsma.com oder auf Mobile World Live, dem Onlineportal für die Mobilfunkbranche, unter www.mobileworldlive.com

Informationen zu AHCIET

AHCIET ist eine im Jahr 1982 gegründete gemeinnützige Privatorganisation, die sich aus 50 Unternehmen der Bereiche Informations- und Kommunikationstechnologie aus ganz Iberoamerika zusammensetzt. Der Interessenverband verfolgt das Ziel, den Dialog zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor (z. B. zwischen internationalen Unternehmen, Regulierungsstellen und Regierungsbehörden) zu erleichtern. Auf diese Weise sollen Allianzen und Initiativen entstehen, die der Entwicklung von Verfahrensweisen, Programmen und Projekten zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Iberoamerikas dienen. Ausschlaggebend ist dabei die gezielte Nutzung neuer Technologien, um sich zu einer vollwertigen Informationsgesellschaft zu entwickeln.

More Stories By PR Newswire

Copyright © 2007 PR Newswire. All rights reserved. Republication or redistribution of PRNewswire content is expressly prohibited without the prior written consent of PRNewswire. PRNewswire shall not be liable for any errors or delays in the content, or for any actions taken in reliance thereon.

IoT & Smart Cities Stories
The explosion of new web/cloud/IoT-based applications and the data they generate are transforming our world right before our eyes. In this rush to adopt these new technologies, organizations are often ignoring fundamental questions concerning who owns the data and failing to ask for permission to conduct invasive surveillance of their customers. Organizations that are not transparent about how their systems gather data telemetry without offering shared data ownership risk product rejection, regu...
Bill Schmarzo, author of "Big Data: Understanding How Data Powers Big Business" and "Big Data MBA: Driving Business Strategies with Data Science," is responsible for setting the strategy and defining the Big Data service offerings and capabilities for EMC Global Services Big Data Practice. As the CTO for the Big Data Practice, he is responsible for working with organizations to help them identify where and how to start their big data journeys. He's written several white papers, is an avid blogge...
When talking IoT we often focus on the devices, the sensors, the hardware itself. The new smart appliances, the new smart or self-driving cars (which are amalgamations of many ‘things'). When we are looking at the world of IoT, we should take a step back, look at the big picture. What value are these devices providing. IoT is not about the devices, its about the data consumed and generated. The devices are tools, mechanisms, conduits. This paper discusses the considerations when dealing with the...
Machine learning has taken residence at our cities' cores and now we can finally have "smart cities." Cities are a collection of buildings made to provide the structure and safety necessary for people to function, create and survive. Buildings are a pool of ever-changing performance data from large automated systems such as heating and cooling to the people that live and work within them. Through machine learning, buildings can optimize performance, reduce costs, and improve occupant comfort by ...
René Bostic is the Technical VP of the IBM Cloud Unit in North America. Enjoying her career with IBM during the modern millennial technological era, she is an expert in cloud computing, DevOps and emerging cloud technologies such as Blockchain. Her strengths and core competencies include a proven record of accomplishments in consensus building at all levels to assess, plan, and implement enterprise and cloud computing solutions. René is a member of the Society of Women Engineers (SWE) and a m...
Business professionals no longer wonder if they'll migrate to the cloud; it's now a matter of when. The cloud environment has proved to be a major force in transitioning to an agile business model that enables quick decisions and fast implementation that solidify customer relationships. And when the cloud is combined with the power of cognitive computing, it drives innovation and transformation that achieves astounding competitive advantage.
Poor data quality and analytics drive down business value. In fact, Gartner estimated that the average financial impact of poor data quality on organizations is $9.7 million per year. But bad data is much more than a cost center. By eroding trust in information, analytics and the business decisions based on these, it is a serious impediment to digital transformation.
In his keynote at 19th Cloud Expo, Sheng Liang, co-founder and CEO of Rancher Labs, discussed the technological advances and new business opportunities created by the rapid adoption of containers. With the success of Amazon Web Services (AWS) and various open source technologies used to build private clouds, cloud computing has become an essential component of IT strategy. However, users continue to face challenges in implementing clouds, as older technologies evolve and newer ones like Docker c...
Digital Transformation: Preparing Cloud & IoT Security for the Age of Artificial Intelligence. As automation and artificial intelligence (AI) power solution development and delivery, many businesses need to build backend cloud capabilities. Well-poised organizations, marketing smart devices with AI and BlockChain capabilities prepare to refine compliance and regulatory capabilities in 2018. Volumes of health, financial, technical and privacy data, along with tightening compliance requirements by...
Bill Schmarzo, Tech Chair of "Big Data | Analytics" of upcoming CloudEXPO | DXWorldEXPO New York (November 12-13, 2018, New York City) today announced the outline and schedule of the track. "The track has been designed in experience/degree order," said Schmarzo. "So, that folks who attend the entire track can leave the conference with some of the skills necessary to get their work done when they get back to their offices. It actually ties back to some work that I'm doing at the University of ...